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Kosten6 min02. Mai 2026

Was kostet eine DGUV V3 Prüfung?

Die Frage „Was kostet eine DGUV V3 Prüfung?" lässt sich seriös nur mit „Es kommt darauf an" beantworten — und genau das ist für Sie als Entscheider unbefriedigend. Wer mehrere Anbieter vergleicht, stößt schnell auf Stückpreise zwischen 2,80 € und 16 € pro Gerät, dazu Anfahrtspauschalen, Mindestauftragswerte und Zusatzposten, die im Erstangebot oft noch gar nicht auftauchen. Dieser Ratgeber zeigt Ihnen, welche Preisspannen 2025/2026 marktüblich sind, welche Faktoren den Endpreis treiben und an welchen Stellen Sie genau hinsehen sollten, bevor Sie unterschreiben.

Marktübliche Preisspannen 2025/2026

Der reine Stückpreis für die Prüfung ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel bewegt sich aktuell zwischen 4 und 12 € pro Gerät — bei sehr großen Aufträgen werden auch 3 € pro Gerät beworben, bei kleinen Mengen und Premium-Anbietern können bis zu 16 € pro Gerät aufgerufen werden. Für ortsfeste Anlagen liegen die Einstiegspreise in der Regel bei 20–26 € je geprüfter Einheit; alternativ wird je Schaltkreis (0,50–2 €) oder pauschal je Verteilung abgerechnet.

Hinzu kommen Positionen, die nicht zwingend, aber häufig verrechnet werden:

PositionMarktübliche SpanneHinweis
Stückpreis ortsveränderliche Geräte4–12 €Bei <50 Geräten meist am oberen Rand
Stückpreis ortsfeste Anlagen20–26 € pro EinheitOder 0,50–2 € pro Schaltkreis
Anfahrtspauschale50–150 € pro TerminManche Anbieter berechnen zusätzlich km-Kosten
Mindestauftragspauschale200–400 €Greift bei kleinen Aufträgen unter ca. 40–60 Geräten
Wiederholungstermin / Aussetzgebühr80–250 €Wenn Geräte am Prüftag nicht zugänglich sind
Erstaufnahme / Inventarisierung1–3 € pro Gerät einmaligBei Erstprüfung ohne vorhandenes Inventar

Eine 100-Geräte-Prüfung kann so je nach Anbieter zwischen rund 480 € (Stückpreis 4 € + Anfahrt frei) und über 1.350 € (Stückpreis 12 € + 150 € Anfahrt) kosten — bei identischer Leistung nach DIN VDE 0701-0702.

Was den Preis wirklich beeinflusst

Fünf Faktoren entscheiden, wo Ihr Angebot in dieser Spanne landet:

  • Mengenstaffel: Ab 50, 100, 200 und 500 Geräten gibt es üblicherweise spürbare Sprünge. Wer 220 Geräte prüfen lässt, sollte nicht den 50-Geräte-Tarif zahlen.
  • Standortdichte: Mehrere Niederlassungen in Stuttgart, Esslingen und Ludwigsburg lassen sich routenoptimiert abfahren — das senkt den Anfahrtsanteil deutlich, sofern der Anbieter Routenplanung anbietet.
  • Branche und Geräte-Lage: In Gastronomie, Werkstätten und Produktionsbetrieben sind Geräte oft schwer erreichbar (verbaute Großküchen, Maschinen unter Strom). Hier ist mit längeren Prüfzeiten und damit höheren Kosten zu rechnen als im klassischen Büro.
  • Erstprüfung vs. Wiederholungsprüfung: Beim Erstdurchgang muss jedes Gerät identifiziert, etikettiert und im System angelegt werden. Folgeprüfungen sind erfahrungsgemäß 20–30 % schneller — und sollten entsprechend günstiger angeboten werden.
  • Service-Level: Digitales Prüfprotokoll mit revisionssicherer Ablage, automatischer Fristen-Erinnerung und Begleitung bei Versicherungs-Audits ist mehr wert als ein Papierordner — kostet aber selten extra, wenn der Anbieter ohnehin digital arbeitet.

Versteckte Kosten erkennen

In der Praxis entstehen Preis-Überraschungen selten beim Stückpreis, sondern in den Nebenkosten. Achten Sie konkret auf:

  • Anfahrt pro Termin statt pro Auftrag — bei zwei Standorten werden so plötzlich 2× 120 € fällig.
  • Einrichtungsgebühren für Neukunden, manchmal als „Onboarding" oder „Stammdatenanlage" deklariert.
  • Plakettenpreis: Prüfplaketten sollten im Stückpreis enthalten sein, werden aber gelegentlich mit 0,15–0,30 € pro Stück separat ausgewiesen.
  • Aussetz- und Ausweichtermine: Wenn Geräte am Prüftag im Einsatz sind, berechnen viele Anbieter eine Mehrfachfahrtpauschale.
  • Reparatur- und Reinigungskosten bei durchgefallenen Geräten — die Logik (Ersatz vs. Reparatur vs. Aussonderung) sollte vorab geregelt sein.

Ein seriöses Angebot listet alle diese Positionen explizit auf — auch dann, wenn sie 0 € kosten. Das ist der schnellste Test für Transparenz.

Stuttgart und Region: Vergleichen lohnt sich

Der Großraum Stuttgart hat eine der höchsten Anbieter-Dichten Deutschlands für Elektroprüfungen — von Konzern-Töchtern über regionale Elektrofachbetriebe bis hin zu spezialisierten Prüfdienstleistern. Für KMU bedeutet das zwei Dinge: Erstens lohnt der Vergleich von mindestens drei Angeboten praktisch immer. Zweitens drückt die hohe Gerätedichte je Quadratkilometer in Stuttgart-Mitte, Bad Cannstatt, Vaihingen und Feuerbach den effektiven Anfahrtsanteil pro Gerät — solange der Anbieter Aufträge bündelt statt jede Adresse einzeln anzufahren.

ROI: Preis im Verhältnis zum Risiko

Die DGUV V3 Prüfung ist keine Kür, sondern Pflicht — und bei einem Schadensfall ohne gültiges Prüfprotokoll drohen erhebliche Konsequenzen: Bußgelder, Regress durch die Berufsgenossenschaft, Leistungskürzung der Sachversicherung und im Extremfall persönliche Haftung der Geschäftsführung. Eine 100-Geräte-Prüfung für 600–900 € steht damit einem fünf- bis sechsstelligen Risiko bei einem einzigen ungeprüften Brandfall gegenüber. Aus Sicht des Risikomanagements ist die Frage daher selten „Wie viel sparen wir?", sondern „Welcher Anbieter dokumentiert revisionssicher und erinnert uns rechtzeitig an die nächste Prüfung?"

So macht es NeuraVolt

NeuraVolt arbeitet mit einem All-in-Stückpreis ab 4,90 € pro ortsveränderlichem Gerät — ohne Anfahrtspauschale, ohne Plakettenaufschlag, ohne Einrichtungsgebühr. Mengenstaffeln werden vorab transparent ausgewiesen, das digitale Prüfprotokoll ist inklusive, und unsere KI-gestützte Auftragsbündelung sorgt dafür, dass Prüfteams im Großraum Stuttgart Routen entlang vorhandener Aufträge planen — der Effizienzvorteil fließt direkt in den Endpreis. Wer mehrere Angebote vergleicht, sollte uns entlang der oben genannten Kriterien prüfen: Stückpreis, Anfahrt, Mindestauftrag, Plaketten, Dokumentation, Erinnerungsservice. Genau dafür ist diese Liste gemacht.

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